Nur Gott kann mich richten

Ricky (Moritz Bleibtreu) hat vor Jahren nach einem misslungenen Überfall den Kopf hingehalten für seinen Bruder Rafael (Edin Hasanovic) und seinem guten Freund Latif (Kida Khodr Ramadan). Nachdem er endlich aus dem Knast entlassen wurde, soll Ricky für seine lange Leidenszeit hinter Gittern entschädigt werden: Latif bietet ihm einen letzten und vermeintlich todsicheren Coup an, der allen viel Geld einbringen könnte. Ricky zögert zunächst, willigt dann aber doch noch ein und holt sogar Rafael wieder mit ins Boot. Bei ihrer letzten Nummer scheint zunächst alles wie am Schnürchen zu laufen, doch dann taucht die Polizistin Diana (Birgit Minichmayr) auf und macht den Jungs einen Strich durch die Rechnung. Von nun an beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, das alle in den Abgrund reißen könnte...

Gangsterdrama um einen Haftentlassenen, der einen letzten Coup machen will. Mit einem düsteren Gangsterdrama in der Noir-Tradition, in dem es für eine deutsche Produktion ungewohnt hart zur Sache geht, knüpft Regisseur und Drehbuchautor Özgür Yildirim an seine "Tatorte" und vor allem sein Kinodebüt "Chiko" an. Es geht um den berühmten letzten Coup, der statt alle Probleme zu lösen das Schicksal der gutmeinenden Protagonisten unausweichlich besiegelt. Hier ist es das des von Moritz Bleibtreu gespielten Ricky, der nach seiner Haft für einen missglückten Überfall, bei dem sein jüngerer Bruder Rafael schwer verletzt wurde und der in all seiner Härte den Film in medias res eröffnet, ein neues Leben im Ausland beginnen will. Doch dazu fehlt ihm das nötige Geld. Er lässt sich von seinem Kumpel Latif (Kida Khodr Ramadan aus "4 Blocks" in bewährter Rolle) zu einem angeblich ganz einfachen Coup überreden. Latif fällt aus und Ricky muss Rafael (Edin Hasanovic) bitten, einzuspringen. Die beiden verlieren die Drogen, die sie den Albanern übergeben sollten. Und die lassen nicht mit sich spaßen... Zum Personal gehört auch eine taffe, aber verzweifelte Polizistin (Birgit Minichmayr), eine patente Pole-Tänzerin (Franziska Wulf) und der halbdemente Vater der Brüder (Peter Simonischek). Yildirim, der auch das Drehbuch schrieb, baut seine Figurenkonstellation sorgfältig auf, skizziert die Hintergründe seiner Figuren gerade genug, um deren Motivation für den Zuschauer nachvollziehbar zu machen. Er lässt die Handlungsfäden geschickt parallel laufen bevor sie sich kreuzen und wieder kreuzen. Der ausgesprochen gut besetzte und auch engagiert gespielte, bittere Drama-Thriller-Mix entwickelt so zunehmend Wucht, ja gerät zur Tragödie, in deren Verlauf zahlreiche Schicksalsfäden reißen werden. Yildirim beherrscht das Spiel mit den Genreversatzstücke, zeigt die Gewalt realistisch, aber trocken und demonstriert in seinem u.a. in Frankfurt am Main und Offenbach gedrehten Film auch Gespür für Milieu und Sprache seiner Protagonisten. Perfekt passt der Soundtrack mit deutschem Gangsterrap. Bleibtreu, der bereits in Yildirims "Chiko" spielte, gibt mit diesem gelungenen Genrestück sein Debüt als Produzent. Es wurde mit dem Hessischen Filmpreis als Bester Spielfilm prämiert und beim Filmfestival in Zürich präsentiert. hai.

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Bewertung:

Cast

Kino 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
375 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,8 x 6,6m Dolby Digital 5.1

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
335 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,6 x 6,5m Dolby Digital 5.1

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
236 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,5 x 6,2m Dolby Digital 5.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 10,6 x 5,7m Dolby Digital 5.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
141 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,2 x 4,7m Dolby Digital 5.1

(m)K6

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
833 (+ 6 Plätze für Rollstuhlfahrer) 20,6 x 8,6m Dolby Digital Atmos

Kino 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
220 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 13,0 x 5,5m Dolby Digital 5.1

Kino 8

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
241 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 13,2 x 5,5m Dolby Digital 5.1

Kino 9

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
443 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,3 x 6,15m Dolby Digital 7.1

Kino 10

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
372 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,8 x 6,6m Dolby Digital 5.1

Kino 11

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
334 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,6 x 6,6m Dolby Digital 5.1

Kino 12

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
230 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,9 x 5,0m Dolby Digital 5.1

Kino 13

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,5 x 4,8m Dolby Digital 5.1

Kino 14

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
142 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,1 x 4,7m Dolby Digital 5.1