Dolby Cinema

Bob Hoskins

  • Geschlecht:
    männlich
  • Geburtsdatum:
    26.10.1942
  • Geburtsland:
    Großbritannien

Biographie

Wegen seiner bullig untersetzten, leicht kugelförmigen Gestalt ist er liebevoll "Kugelblitz" genannt worden, was zu dem Charakter seiner Figuren passt, die aus unterdrückten Gefühlen oder latenter Gewaltbereitschaft immer kurz vor der Explosion stehen. Der durchdringende Blick (der aus seiner Kurzsichtigkeit herrührt) unterstreicht die physische Präsenz des britischen Schauspielers. Bob Hoskins (geb. 1942) spielte Theater, bevor er 1973 im Fernsehen und 1975 im Film debütierte. Seinen Durchbruch hatte er als Gangsterboss in "Rififi am Karfreitag", der keine Rififi-Story erzählt, sondern Hoskins als aufstrebenden Londoner Unterweltler zeigt, der unter Druck gerät. Weltweit berühmt wurde er als gutmütiger Chauffeur der Prostituierten in Neil Jordans "Mona Lisa" und vor allem als Privatdetektiv, der in dem tricktechnischen Meilenstein "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" einen verzweifelt komischen Kampf mit den Comic-Figuren aus Toonland ausficht. Seitdem verlor sich Hoskins in Krimis ("Mord im Spiegel"), skurrilen Komödien ("Der Gefallen, die Uhr und der sehr große Fisch", "Meerjungfrauen küssen besser", an der Seite von Cher) sowie als Klempner in dem nach einem Videospiel entstandenen Fantasy-Film "Super Marios Bros.", bis er mit der Rolle des sanften, von seiner gestorbenen Mutter unterdrückten Kochs und Serienmörders in Atom Egoyans "Felicia, mein Engel" ein glanzvolles künstlerisches Comeback feierte. Einige Jahre arbeitete Hoskins verstärkt für das Fernsehen, war aber auch weiterhin regelmäßig auf der Leinwand zu sehen, so als Krushchev in "Duell - Enemy at the Gates", als einer der drei Freunde, die die Asche ihres verstorbenen Kumpels in der britischen Ensemble-Charakterstudie "Letzte Runde" im Meer verstreuen sollen, in Mira Nairs Thackeray-Verfilmung "Vanity Fair" sowie als Schwager von Bobby Darin in Kevin Spaceys Biopic "Beyond the Sea". Danach spielte Hoskins im Thriller "Unleashed - Entfesselt" nach einem Skript von Luc Besson sowie in "Die Maske 2" (dem untergegangenen Sequel des 1994er Jim-Carrey-Hits) mit. Für seine Arbeit als ausführender Produzent und Darsteller in Stephen Frears "Lady Henderson präsentiert" über das Londoner Music Hall-Theater Ende der 1930er Jahre wurde Hoskins 2006 für den Golden Globe nominiert. Im selben Jahr besetzte Marc Forster den Schauspieler in seinem Psychothriller "Stay", und ein Jahr später wird er in "Die Hollywood-Verschwörung" als Studiochef Eddie Mannix von seiner Frau betrogen, die ein Verhältnis mit dem Superman-Darsteller George Reeves hatte. Der historische Todesfall des Schauspielers ist Mittelpunkt des Filmdramas. 2008 rekrutierte er als Leiter des Amtes für Innere Sicherheit in "Doomsday - Tag der Rache" ein Team von Spezialisten, welches die Ausbreitung eines tödlichen Virus verhindern soll. Bob Hoskins fand auch hinter der Kamera seinen Platz. So inszenierte er 1987 in der Tschechoslowakei den Spielfilm "Raggedy", eine Kriegs- und Zigeunerballade, und 1995 den Märchenfilm "Over the Rainbow". Nach 11 Jahren Ehe ließ er sich 1978 von Jane Livesey scheiden, mit der er zwei Kinder hat, und heiratete 1982 Linda Banwell. Er starb am 29. April 2014 im Alter von 71 Jahren.

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Filmographie

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