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Weltweites Boxoffice: So katastrophal war das Kinojahr 2020
© Getty Images/Adam Berry

Weltweites Boxoffice: So katastrophal war das Kinojahr 2020

Ohne Maske ging im Sommer in den deutschen Kinos nichts. Über viele Monate aber hatten die Filmtheater hierzulande und in anderen Teilen der Welt ganz geschlossen.

Geschlossene Lichtspielhäuser, verschobene Filme: 2020 war auch für die Kinobranche kein gutes Jahr. Wie schlecht die vergangenen zwölf Monate tatsächlich waren, zeigt nun eine Auswertung der Branchenexperten von Gower Street Analytics, über die "Blickpunkt Film" berichtet. Demnach wurden weltweit an den Kinokassen lediglich 12,4 Milliarden US-Dollar eingespielt - ein Rückgang um 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Noch größer sind die Verluste am nordamerikanischen Boxoffice, wo ein Minus von rund 82 Prozent verzeichnet wurde. Auch in China, dem mittlerweile größten Kinomarkt der Welt, betrug das Minus 70 Prozent. Ähnlich ist die Lage auch am deutschen Kinomarkt, wo Comscore zufolge 2020 rund 285 Millionen Euro umgesetzt wurden - knapp 70 Prozent weniger als im Vorjahr.

"Das schwierigste Jahr, seit es Kino gibt"

HDF KINO e.V., der größte deutsche Kinoverband, rechnet gar mit Verlusten von bis zu einer Milliarde Euro. Diese Summe ergebe sich, wenn man zu den entgangenen Kartenerlösen noch die Mindereinnahmen aus dem Verkauf von Süßwaren und Getränken rechne. "2020 war das herausforderndste und schwierigste Jahr, seit es Kino gibt - also immerhin seit 125 Jahren", fasste HDF-Chefin Christine Berg die Lage kürzlich im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau zusammen.

Das neue Jahr könnte Entspannung bringen - auch wenn die Kinos in Deutschland nach der Verlängerung der Corona-Maßnahmen weiterhin geschlossen bleiben müssen. Immerhin aber stehen nach den diversen Kinostartverschiebungen des letzten Jahres viele große Blockbuster in den Startlöchern. So soll "Wonder Woman 1984" unmittelbar nach Wiedereröffnung der Kinos anlaufen, weitere große Starts sind unter anderem "Ghostbusters: Legacy" (4. März), der James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" (31. März) und die Superheldenaction "Black Widow" (6. Mai).

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