Dolby Cinema

Die glorreichen Sieben

Das unscheinbare Dörfchen Rose Creek wird von dem Großindustriellen Bogue bedroht: Die Bewohner sollen die Gemeinde verlassen, damit er dort nach Belieben nach Gold schürfen kann. Wer sich ihm entgegenstellt, muss sterben. Weil sich die Bewohner nicht selbst verteidigen können, sucht die junge Witwe Emma Hilfe bei Revolerhelden. Der coole Kopfgeldjäger Sam Chrisolm versammelt sechs Desperados unterschiedlicher Hautfarben um sich und nimmt den Kampf gegen Bogue auf, mit dem er noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Das unscheinbare Dörfchen Rose Creek wird von dem Großindustriellen Bogue bedroht: Die Bewohner sollen die Gemeinde verlassen, damit er dort nach Belieben nach Gold schürfen kann. Wer sich ihm entgegenstellt, muss sterben. Weil sich die Bewohner nicht selbst verteidigen können, sucht die junge Witwe Emma Hilfe bei Revolerhelden. Der coole Kopfgeldjäger Sam Chrisolm versammelt sechs Desperados unterschiedlicher Hautfarben um sich und nimmt den Kampf gegen Bogue auf, mit dem er noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Eine bunt zusammengewürfelte Truppe von Außenseitern solle eine Dorfgemeinschaft gegen Bösewichte verteidigen. Update des Westernklassikers von 1960, die mehr auf Action und Starpower als stimmige Dramaturgie setzt.

Remake des Edelwestern von 1960, in dem sieben Revolverhelden ein verzweifeltes Dörfchen von einem Bösewicht und seinen Schergen befreien müssen. Die Existenz von Antoine Fuquas Remake von "Die glorreichen Sieben" ist offenbar weniger dem Bedürfnis geschuldet, John Sturges' Edelwestern von 1960 - seinerseits ein Remake von Akira Kurosawas All-Time-Meisterwerk "Die sieben Samurai" - ein neues Gewand zu verpassen, sondern die Daumen mal Pi übernommene Prämisse als Vorwand zu verwenden, sich an die Erfolgsmotive von "Django Unchained" anzuhängen. Ein schwarzer Gunslinger in der Hauptrolle, brachiale Härte wie im Spaghettiwestern, ein wortkarger Held mit einer lange unklaren Rache-Agenda: das hat deutlich mehr mit Quentin Tarantinos Kinohit von 2012 zu tun als mit dem Titel spendenden Original. Von dem ist in dem Drehbuch von "True Detective"-Kopf Nic Pizzolatto eigentlich nur übrig geblieben, dass sieben Revolverhelden zusammengetrommelt werden müssen, um ein verzweifeltes Dörfchen von einem erbarmungslosen Bösewicht zu befreien. Die vielen Ambivalenzen und inhaltlichen Feinheiten, der psychologische Einblick, die gegenseitigen Abhängigkeiten der Figuren und das alles überragende Motiv vom ehrenwerten Pistolero, der doch nur ein Held ohne Heimat ist und niemals sicher sein kann, ob nicht hinter der nächsten Tür der Nächste lauert, der sich im Kräftemessen mit einer Legende einen Namen machen will, werden hier vom hohen Tempo und dem Drängen auf einen Action-Höhepunkt nach dem anderen plattgewalzt, wie es im Film der Großkapitalist Bartholomew Bogue mit der Gemeinde Rose Creek vorhat. Er ist das Gegenstück zum Bandido Calvero im Sturges-Film, nur dass Peter Sarsgaard ihn als Cartoonfigur anlegen muss, ein Schwächling frei von menschlicher Regung, jederzeit bereit für jede noch so abscheuliche Untat. Gefahr geht von ihm indes nur deshalb aus, weil der Film das behauptet. Weil im Dorf nur brave Siedler wohnen, denen im Umgang mit Waffen Erfahrung und Mumm fehlen, müssen bezahlte Männer her, die der schwarze Kopfgeldjäger Chisolm, gespielt von Fuqua-Regular Denzel Washington, um sich versammelt und diesmal um der Diversität und Vermarktbarkeit auf der ganzen Welt Willen alle erdenklichen Ethnien und Hautfarben umfassen, als wäre man nicht im Wilden Westen selbst, sondern in seinem Videogame-Abbild. Auf dem Weg zum unweigerlichen Showdown zwischen den Sieben und der 300-köpfigen Söldnerarmee Bogues wechseln sich beseelte Momente mit hohlem Pathos, können vor allem Ethan Hawke als des Mordens überdrüssiger Kriegsheld und Chris Pratt als schelmischer Haudegen punkten. Auf seine Kosten kommt jeder, dem an Peckinpahs Filmen das Kawumm gefiel und gerne auf deren Melancholie und inhaltlichen Tiefgang verzichtet. Was womöglich das Rezept für einen kommerziell erfolgreichen Film ist, aber leider nicht unbedingt für einen besonders guten. ts.

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Bewertung:

Cast

Dolby Cinema

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
312 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,7 x 6,5m Dolby Digital Atmos

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
335 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,6 x 6,5m Dolby Digital 5.1

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
236 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,5 x 6,2m Dolby Digital 5.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 10,6 x 5,7m Dolby Digital 5.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
141 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,2 x 4,7m Dolby Digital 5.1

(m)K6

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
825 (davon 36 D-BOX Seats + 6 Plätze für Rollstuhlfahrer) 20,6 x 8,6m Dolby Digital Atmos

Kino 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
220 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 13,0 x 5,5m Dolby Digital 5.1

Kino 8

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
241 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 13,2 x 5,5m Dolby Digital 5.1

Kino 9

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
443 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,3 x 6,15m Dolby Digital 7.1

Kino 10

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
368 (davon 20 D-BOX Seats + 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,8 x 6,6m Dolby Digital Atmos

Kino 11

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
330 (davon 16 D-BOX Seats + 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,6 x 6,6m Dolby Digital 5.1

Kino 12

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
226 (davon 12 D-BOX Seats + 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,9 x 5,0m Dolby Digital 5.1

Kino 13

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,5 x 4,8m Dolby Digital 5.1

Kino 14

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
142 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,1 x 4,7m Dolby Digital 5.1