Dolby Cinema

Elser - Er hätte die Welt verändert

Am 9. April 1945 wird Georg Elser im KZ Dachau auf Hitlers Befehl ermordet. Nur wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs stirbt jener Mann, der in einer tollkühnen Verzweiflungstat sein Leben aufs Spiel setzte, um den Nationalsozialismus zu stoppen. Elser wird am 8. November 1939 während der Jubiläumsrede Hitlers an der Grenze zur Schweiz nur wenige Minuten vor der Explosion im Münchner Bürgerbräukeller verhaftet. Unter Folter übernimmt er schließlich die alleinige Verantwortung für das geplante Attentat auf den Führer.

Oliver Hirschbiegel gelingt nach "Der Untergang" ein weiterer packender Film, der sich mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auseinandersetzt. Hier setzt er dem früh Widerstand leistenden Hitler-Attentäter Georg Elser ein Denkmal. Das Drama um den frühen und lange nicht als solchen gewürdigten Widerstandskämpfer Georg Elser packt, ohne aufgesetzt oder wie Bildungsfernsehen zu wirken und auch ohne eine eindimensionale Heldengeschichte zu erzählen. Ein starkes, gut durchdachtes und konstruiertes, ausgewogenes Drehbuch von Fred Breinersdorfer, der bei "Sophie Scholl" bereits erfolgreich ähnliches Terrain bearbeitete, und Tochter Leonie Claire, liefert die Basis. Oliver Hirschbiegel ("Der Untergang") sorgt mit Kamerafrau Judith Kaufmann dafür, dass engagiertes, erwachsenes Kino daraus entsteht mit Bildern, die das Landleben am Bodensee und in der schwäbischen Provinz in leuchtenden, bunten Farben ausmalt und mit dem trist schmutziggrau des Verhörraums kontrastiert. Dort wird Elser (Christian Friedel) kurz nach seinem missglückten Anschlag - 13 Minuten (so der englische Titel) zündete der Sprengsatz zu spät - im November 1939 von zwei gegensätzlichen Männern, dem auch mitfühlenden Kripochef Neber (Burghart Klaußner) und dem linientreuen SS-Karrierist Müller (Johann von Bülow), in die Mangel genommen. Hirschbiegel schildert die Gestapofoltertechniken offen, schmerzhaft auch für den Zuschauer, der umso mehr Respekt vor Elsner gewinnt, der anfangs auf den Druck noch mit Frechheit reagiert. Die geschickt eingebauten Rückblenden in die Vergangenheit Elsners, als er die Frauen und insbesondere die verheiratete Elsa (Katharina Schüttler) als Musiker und Charmeur erobert, nimmt man dankbar auf. Sie schildern auch anschaulich die Entwicklung Elsers vom Pazifisten zu jemandem, der nachdem er u.a. die Verhaftung seines Freundes miterlebt, etwas tun muss und dabei auch den Tod von Unschuldigen in Kauf nimmt. Elser wird auch in seiner Schwäche gezeigt, etwa wenn er anfangs zusieht, wie Elsa von ihrem Mann drangsaliert wird, ohne einzugreifen. Friedel, hochgelobt für "Das weiße Band" legt als Elser erneut einen formidablen, vielschichtigen Auftritt hin und reüssiert auch als Sänger und Musikant. Die von ihm vorgetragenen (Volks)lieder passen sich hervorragend in den modernen, zurückhaltenden Score ein, tragen viel zur emotionalen Involvierung bei. Aber auch Klaußner, von Bülow und Schüttler passen sich perfekt in ihre Rollen. Einen Heimat- und einen Liebesfilm und einen Politkrimi wollte Hirschbiegel nach eigener Aussage machen und Elser als Widerstandskämpfer würdigen. All das ist ihm gelungen. hai.

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Bewertung:

Cast

Dolby Cinema

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
312 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,7 x 6,5m Dolby Digital Atmos

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
335 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,6 x 6,5m Dolby Digital 5.1

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
236 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,5 x 6,2m Dolby Digital 5.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 10,6 x 5,7m Dolby Digital 5.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
141 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,2 x 4,7m Dolby Digital 5.1

(m)K6

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
825 (davon 36 D-BOX Seats + 6 Plätze für Rollstuhlfahrer) 20,6 x 8,6m Dolby Digital Atmos

Kino 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
220 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 13,0 x 5,5m Dolby Digital 5.1

Kino 8

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
241 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 13,2 x 5,5m Dolby Digital 5.1

Kino 9

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
443 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,3 x 6,15m Dolby Digital 7.1

Kino 10

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
368 (davon 20 D-BOX Seats + 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,8 x 6,6m Dolby Digital Atmos

Kino 11

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
330 (davon 16 D-BOX Seats + 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,6 x 6,6m Dolby Digital 5.1

Kino 12

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
226 (davon 12 D-BOX Seats + 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,9 x 5,0m Dolby Digital 5.1

Kino 13

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,5 x 4,8m Dolby Digital 5.1

Kino 14

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
142 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,1 x 4,7m Dolby Digital 5.1