Dolby Cinema

Money Monster

Der als Finanzgenie gehypte Lee Gates moderiert eine erfolgreiche Wirtschaftsshow, in der er Empfehlungen für Aktien ausspricht. Doch stimmen seine Tipps nicht immer. Eines Tages stürmt Kyle Budwell mitten in die Aufnahme der Show und zückt eine Pistole. Er hat all sein Geld verloren und macht Gates verantwortlich dafür. Gates weist seine Prouzentin Nancy Fenn an, die Kameras laufen zu lassen. Der als Finanzgenie gehypte Lee Gates moderiert eine erfolgreiche Wirtschaftsshow, in der er Empfehlungen für Aktien ausspricht. Allerdings stimmen seine Tipps nicht immer. Was dazu führt, dass während einer Liveübertragung - die letzte von Gates' langjähriger Produzentin Nancy Fenn - der Arbeiter Kyle Budwell mitten in die Aufnahme der Show stürmt und eine Pistole zückt. Er hat all sein Geld verloren und macht Gates verantwortlich dafür. Nach und nach erkennt Gates, dass er selbst ruchlosen Geldmonstern aufgesessen ist. Ein Finanzguru wird in seiner Fernsehshow von einem enttäuschten Anleger als Geisel genommen. In Realzeit angelegter Medienthriller, der smart unterhält und seine Superstars perfekt einsetzt.

Kompetenter Thriller um den Moderator einer Finanzshow, der vor laufender Kamera als Geisel genommen wird. Das Herz am rechten und politisch linken Fleck hat Jodie Fosters erste Regiearbeit seit "Der Biber". "Money Monster" der im Wettbewerb des Festival de Cannes außer Konkurrenz Premiere feierte, ist sicherlich der glatteste, aber auch am besten geölte Film in der Filmemacherkarriere der Oscargewinnerin, aber er ist längst nicht so glatt und vorhersehbar, wie es die wenig gelungenen Trailer Glauben haben lassen. Natürlich liegt man nicht falsch, wenn man den Vergleich zu Sidney Lumets klassischer Mediensatire "Network" zieht. Ebenso wenig hat man unrecht, wenn man Parallelen zu Costa-Gavras' Geiselnahmethriller "Mad City" mit John Travolta und Dustin Hoffman zieht. Und doch ist "Money Monster" ein durch und durch auf eigenen Beinen stehender Film, der einerseits seine Genregeschichte professionell durchzieht und dabei ein paar ganz clevere Haken schlägt, andererseits aber auch eine Momentaufnahme einer Zeit, in der keine noch so große persönliche Tragödie nicht sofort in sozialen Netzwerken ein virtuelles Eigenleben annimmt. Insofern prangert Foster hier nur an der Oberfläche ein kaputtes politisches System des Turbokapitalismus an. Vielmehr geht es ihr um die Abstumpfung einer Gesellschaft, in der jede Schlagzeile nur dazu dient, sich den nächsten schnellen Kick zu holen. Folgerichtig schneidet Foster auch stets auf das Publikum im ganzen Land, das vor den Bildschirmen sitzt, während sich im Studio, in dem die Sendung "Money Monster" aufgezeichnet wird, die Lage zuspitzt. Eigentlich sollte es ein Sendetag wie jeder sein für den aalglatten Moderator Lee Gates, der sich von anderen nur dahingehend unterscheidet, als dass es der letzte für seine langjährige Regisseurin und Vertraute Patty Fenn ist. Das ändert sich schlagartig, als Gates vor laufender Kamera von dem nach einer Empfehlung Gates' um sein Vermögen betrogenen Arbeiter Kyle als Geisel genommen wird: Er verlangt Genugtuung von Gates und dem CEO der Firma, deren Börsenabsturz ihn um seine gesamten Ersparnisse gebracht hat. Während die Polizei drastische Wege sucht, um die Situation zu bereinigen, beginnen Gates und Patty zu erkennen, dass Kyle nicht ganz Unrecht hat mit seinen Anschuldigungen. Ganz professionell spult der Film sein Programm ab. Die Überraschungen sitzen ebenso wie seine clever gestreuten Gags. Und George Clooney und Julia Roberts sieht man gerne zu, wie sie sich als moderne Spencer Tracy und Katherine Hepburn die Bälle zuspielen. Wenn es einen Schwachpunkt gibt im Szenario, dann ist es die undankbare Figur, die Jack O'Connell zu spielen hat: Sein Kyle ist so überzogen eindimensional, dass er oftmals wie in einem Vakuum zu agieren scheint. Was zu Abzügen in der Gesamtnote führt, den guten Eindruck aber nicht mindert, den dieser kompetente Thriller mit politischer Würze hinterlässt. ts.

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Bewertung:

Cast

Dolby Cinema

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
312 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,7 x 6,5m Dolby Digital Atmos

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
335 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,6 x 6,5m Dolby Digital 5.1

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
236 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,5 x 6,2m Dolby Digital 5.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 10,6 x 5,7m Dolby Digital 5.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
141 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,2 x 4,7m Dolby Digital 5.1

(m)K6

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
833 (+ 6 Plätze für Rollstuhlfahrer) 20,6 x 8,6m Dolby Digital Atmos

Kino 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
220 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 13,0 x 5,5m Dolby Digital 5.1

Kino 8

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
241 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 13,2 x 5,5m Dolby Digital 5.1

Kino 9

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
443 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,3 x 6,15m Dolby Digital 7.1

Kino 10

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
372 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,8 x 6,6m Dolby Digital Atmos

Kino 11

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
334 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 15,6 x 6,6m Dolby Digital 5.1

Kino 12

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
230 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,9 x 5,0m Dolby Digital 5.1

Kino 13

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,5 x 4,8m Dolby Digital 5.1

Kino 14

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
142 (+ 2 Plätze für Rollstuhlfahrer) 11,1 x 4,7m Dolby Digital 5.1